IML Plasma Hochtöner



DIGIPLASMA von der Firma IML aus der Schweiz

Pionierleistung auf dem Wandlersektor

So lautete die Überschrift in der HIFI exclusiv 1981. Viel Aufsehen erregte der Plasmalautsprecher der Fa. Magnat so das dieser Wandler fast völlig unbemerkt von einem schweizer Team entwickelt wurde. Er wurde erstmals 1981 auf der Funkausstellung in Berlin als Prototyp der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bei diesem Plasmahochtöner wurden völlig andere Wege gegangen als bei allen anderen Konstruktionen die zur damaligen Zeit auf dem Markt waren. Hier wird ein PWM ( Pulsweitenmodulation) Vertärker zur Plasmaerzeugung verwendet. Der Schallwandler war komplett in Halbleitertechnik aufgebaut.

IML-Prototype

Prototype DIGIPLASMA von IML


Die Innenansicht zeigt deutlich wieviel Platz dadurch gespart werden konnte.
Die Idee einen PWM Verstärker zu benutzen war eigentlich genial. Bei einem PWM Verstärker wird eine hohe Taktfrequenz benutzt um das Analogsignal zu verstärken. Das PWM codierte Musiksignal wird normalerweise durch einen Tiefpass wieder decodiert. Da man hier aber die Taktfrequenz auch dazu benutzte um die Hochspannung für das Plasma zu erzeugen war das überflüssig. Die Flamme wirkt selbst als PWM Demodulator.
Da das Plasma durch seine geringe Masse sehr schnell ist und dadurch noch sehr hohe Frequenzen abstrahlen kann wurde die Taktfrequenz für den PWM Verstärker auf 100Khz festgelegt, um Nebeneffekte die durch Ultraschallabstrahlung entstehen können, zu vermeiden.
Diese Frequenz kann der Digiplasma zwar noch abstrahlen, aber da der Lautsprecher eine Kugelwelle erzeugt, die gegenüber der Luft eine frequenzabhängige Dämpfung aufweist, wirkt diese als Tiefpass.
Das PWM Signal wird mit Hilfe eines Transformators auf die nötige Spannung zur Erzeugung des Plasmas hochtransformiert. Im Fall des Digiplasma sind das 6000V. Der Verstärker bringt eine Leistung von etwa 350 Watt.

Durch die hohe Frequenz ist nur ein sehr kleiner Transformator notwendig. Auch das Netzteil ist als Schaltnetzteil aufgebaut.

Blockdiagramm des Digiplasma.

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Das Foto zeigt die Rückseite des Digiplasma.


Quellen :
HIFI exclusiv Nr.11 Nov. 1981


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