OZON

Ein paar Anmerkungen zum Thema Ozon


Grundlegendes

Was ist OZON ?

Ozon ist ein Molekül das im Gegensatz zu Luftsauerstoff ( O² ) aus drei Sauerstoffatomen besteht ( O³ ). Ozon ist wie unser Luftsauerstoff ein farbloses Gas, wobei es logischerweise ein wenig schwerer ist.
Ozon ( Trioxigen oder auch Trisauerstoff ) ist ein äußerst giftiges Gas. Der Geruch des Ozons ( Name kommt aus dem griechischen: ozein= nach etwas riechen ) wird je nach Konzentration unterschiedlich beschrieben. Es riecht irgendwie "elektrisch". Man spricht auch von Nelken, Chlor, oder Stickoxiden ähnlich. Es ist schon in geringsten Mengen ab etwa 0,01ppm wahrnehmbar.
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass Ozon als dunkelblaue Flüssigkeit bei -183C oder als schwarzblaue Kristalle ( Schmelzpunkt -192,5C ) vorkommen kann. Ozon ist neben Fluor das stärkste bekannte Oxidationsmittel. Es greift fast alle Metalle ( außer Au, Pt, Ir ) an und macht auch vor Gummi nicht halt.
Ozon zersetzt sich auch wieder von selbst. Es zerfällt spontan ( O³ --> O² + 1/2 O² + 284kj ) mit einer HWZ ( Halbwertszeit ) von 3 Tagen bei 20C. Bei entsprechend höherer Temperatur schneller. Die HWZ ist stark abhängig von der räumlichen Beschaffenheit und den Staubpartikeln in der Luft.

Wie entsteht OZON ?

Ozon entsteht durch ultaviolette Strahlung, an elektrostatischen Ladungsträgern und Entladungen. Es entsteht also bei Sonnenlicht und unter der Sonnenbank ( es ist nicht nur Schweiß was man da so riecht ). Es entsteht auch bei Blitzen, Endladungen bei Lichtbogen ( Schweißen ), in Haushaltsgeräten und Laserdruckern.
Die Entstehung von bodennahem Ozon an sonnigen Tagen ( viel UV Licht ) wird durch die Stickoxide der Auspuffgase begünstigt.
Durch den selbsttätigen Zerfall und der Bildung von Ozon ist die Wirkung als UV - Absorber begründet. Deshalb brauchen wir das Ozon in den höheren Luftschichten damit unsere Haut auf der Erde nicht verbrennt. ( Kennen alle Sonnenanbeter aus dem Urlaub ). Auch organische Lösungsmitteldämpfe beschleunigen die Bildung von Ozon.
Die stärksten Ozonkonzentrationen finden wir an heißen Sommertagen in der Außenluft. Auch in Schwimmbädern wird heute das Wasser nicht mehr mit Chlor, sondern mit Ozon desinfiziert. Diese Methode gilt als wesentlich ungiftiger als dem Wasser Chlor beizumischen !


Wie macht sich OZON bemerkbar ?

Ozon ist schon in kleinsten Mengen zu riechen. Die Grenze des "erschnupperns" liegt bei etwa 0,01ppm ( ppm= parts per million ) je nach Nase. In geschlossenen Räumen natürlich umso schneller.
Die durchschnittlichen Ozonmengen in geschlossenen Räumen betragen etwa 0,0015ppm.

Grenzwerte

Festgeschrieben sind die Grenzwerte u.a. in der TRGS ( Technische Regeln Gefahrenstoffe ).
Nach den in der TRGS 900 festgelegten Regeln darf OZON in der Konzentration von 0,1 ppm täglich 8 Stunden eingeatmet werden und das 5 Tage in der Woche ( am Wochenende ist auch für das Ozoneinatmen Ruhepause angesagt ). Die Ozonkonzentration am Arbeitsplatz ist auch in der MAK ( Maximale Arbeitsplatz Konzentration ) auf 0,1 ppm festgelegt.

Gesundheitsgefährdung durch Ozon

In Konzentrationen über 0,1 ppm kann Ozon die Lungenfunktion beeinträchtigen, d.h. es kann den Austausch von Kohlendioxid mit dem Sauerstoff in der Lunge stören. In Konzentrationen über 0,2 ppm können Störungen der Konzentration, Brust- Kopfschmerzen sowie Schwindel auftreten. Diese Erscheinungen verschwinden sobald man nicht mehr dem Ozon ausgesetzt ist. Folgeschäden sind bislang nicht bekannt. Es gibt auch empfindliche Personen die schon bei Mengen unter 0,1 ppm Ozongehalt solche Erscheinungen haben, jedoch sind dann meistens noch andere Schadstoffe in der Luft mitbeteiligt ( Stickoxide aus Auspuffgasen etc. ). Trotzdem sollte man das Thema nicht verharmlosen.

Wie kann man Ozon messen ?

Die gängiste Methode ist das Messen mit Drägerröhrchen. Durch ein solches Röhrchen wird eine definierte Menge Luft gepummt. Die Verfärbung des Röhrchens bestimmt die Ozonkonzentration.
Es geht auch mit Kaliumiodid-Stärkepapier oder Thallium(I)-oxid-Papier. Allerdings eher nur als Nachweis, denn als Konzentrationsbestimmung.


Das zum Thema Ozon. Ich denke das ich mit dem Artikel einige Fragen beantworten konnte. Ich bin kein Chemiker und habe mir vorliegende Informationen auch aus dem Web zusammengesucht.
Der Plasmahochtöner in meiner Bauanleitung produziert erst nach mehreren Stunden Betrieb einen deutlich wahrnehmbaren Ozongeruch ( mit meiner Nase ). Eine entsprechend dichte Drahtkugel um die Flamme vorausgesetzt. Bei offenen Fenstern ist der Geruch sofort wieder verschwunden.
Bei den Magnat und Corona Hochtönern ist während der Anlaufphase, wenn die Geräte noch nicht heiß genug sind, auch ein Ozongeruch wahrnehmbar. Da unsere Nase aber schon auf kleinste Mengen anspricht gehe ich davon aus das die Konzentrationen sehr gering sind.


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